Vor einer Woche hat Arcor den Zugang zu verschiedenen Webseiten pornographischen Inhalts für Kunden des Arcor-Internetdienstes gesperrt. Nach harscher Kritik und Fehler beim Sperrvorgang hat Arcor die Änderungen wieder rückgängig gemacht.Ursprünglich sollten 3 Pornowebseiten gesperrt werden, mit der Begründung, das dort nur unzureichenden Altersprüfungen angeboten werden. Daneben muss auch ein deutscher Konkurrent auf die Sperrungen gedrängt haben. Eine gerichtliche Anordnung oder dergleichen bestand nicht.
Arcor sperrte. Allerdings nicht einzelnen Domains sondern ganze IP-Bereiche und damit verbunden auch andere Webseiten, die auf den Servern lagen. Im Arcor-Netz konnten folglich Seiten wie die von Industrial Ethernet Kongress und die des Linux-Kernel-Debugger Linice nicht mehr erreicht werden.
Nachdem Spiegel-Online sich mit entsprechenden Hinweisen an Arcor gewandt hat, wurde die Sperrung aufgehoben. Gegenüber Golem.de gab Arcor zu, das die Sperren nicht sonderlich wirkungsvoll waren. Die Pornobetreiber tauschten rege die IP-Adressen, was in einem Katz-und-Maus-Spiel endete.
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