Die großen Zeitungsverlage haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die wachsende Zielgruppe "Generation Online" ist durch Printmedien alleine nicht zu erreichen, bewegete Bilder müssen her. Für Zeitungen wie "Welt", "Süddeutsche", "FAZ", "Spiegel" oder "Focus" sind Videos unverzichtbarer Teil des Internetauftritts.Teilweise werden die Videos selbst produziert, andere werden von Agenturen bezogen. ASDTV (Axel Springer Digital TV), Tochter des Hauses Springer, produziert ausschließlich für das weltweite Web, ein "bislang sehr vielversprechendes Experiment" tituliert Vorstandschef Mathias Döpfner. KSTA.TV, das Internet-Fernsehen des "Kölner Stadt-Anzeigers" präsentiert die neuesten Kölner Nachrichten wie herkömmliches Fernsehen, nur eben online.
Wie immer spielt auch Geld eine entscheidende Rolle. "Mit dem Internet-TV wollen wir den Usern wie auch den Anzeigenkunden zeigen: Wir sind dabei", sagt Neven DuMont von DuMont Schauberg (MDS). Die Werbeeinnahmen im Internet wachsen gegenüber dem Printbereich viel stärker.
Umstritten sind die rechtlichen Aspekte. Wenn Web-TV als reguläres Fernsehen definiert wird, kämen die Verlage um eine Lizenz nicht herum. Mal sehen, wie die Bosse sich hier "drumrum definieren".
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